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	<description>::: Informationstechnik &#38; Recht :::</description>
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	<itunes:summary>Das Recht der Informationstechnologien</itunes:summary>
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		<title>Die Datenschutz-Posse um Google-Analytics geht weiter: Premiere von &#8220;Wir machen uns die (Datenschutz-)Welt, wie sie uns gef&#228;llt&#8221; nun auch in Ansbach&#8230;</title>
		<link>http://blawg.legalit.de/2012/05/07/die-datenschutz-posse-um-google-analytics-geht-weiter-premiere-von-wir-machen-uns-die-datenschutz-welt-wie-sie-uns-gefallt-nun-auch-in-ansbach/</link>
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		<pubDate>Mon, 07 May 2012 16:07:03 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Kielanwalt</dc:creator>
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		<description><![CDATA[<p>Nachdem vor einiger Zeit schon die amtlichen Datensch&#252;tzer am Ort des deutschen Sitzes von  Google (Hamburg) &#246;ffentlichkeitswirksam <a title="datenschutz-hamburg.de via legalit.de" href="http://www.datenschutz-hamburg.de/news/detail/article/beanstandungsfreier-betrieb-von-google-analytics-ab-sofort-moeglich.html" target="_blank">zu dem erstaunlichen Ergebnis kamen</a>, man habe dem US-Konzern entscheidende &#196;nderungen abgerungen, die k&#252;nftig eine mit dem deutschen Datenschutzrecht konforme Nutzung des Reichweiten-Analysetools Google Analytics erm&#246;glichen w&#252;rden, haben sich nun auch die bayerischen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Nachdem vor einiger Zeit schon die amtlichen Datensch&#252;tzer am Ort des deutschen Sitzes von  Google (Hamburg) &#246;ffentlichkeitswirksam <a title="datenschutz-hamburg.de via legalit.de" href="http://www.datenschutz-hamburg.de/news/detail/article/beanstandungsfreier-betrieb-von-google-analytics-ab-sofort-moeglich.html" target="_blank">zu dem erstaunlichen Ergebnis kamen</a>, man habe dem US-Konzern entscheidende &#196;nderungen abgerungen, die k&#252;nftig eine mit dem deutschen Datenschutzrecht konforme Nutzung des Reichweiten-Analysetools Google Analytics erm&#246;glichen w&#252;rden, haben sich nun auch die bayerischen Kollegen vom dortigen Landesamt f&#252;r Datenschutzaufsicht in den gleichen Zug gesetzt:</p>
<p><span id="more-3539"></span></p>
<p>Von dort wird heute <a title="lda.bayern.de via legalit.de" href="http://www.lda.bayern.de/lda/datenschutzaufsicht/p_archiv/2012/pm005.html" target="_blank">das Ergebnis einer durch das Amt vorgenommenen &#220;berpr&#252;fung bayerischer Internetseiten vermeldet</a>:</p>
<blockquote>
<p align="justify"><em>&#8220;Das BayLDA hat nun in einem ersten Durchgang 13.404 Webseiten auf den datenschutzkonformen Einsatz von Google Analytics hin &#252;berpr&#252;ft. [...].</em></p>
<p><em>Die Pr&#252;fung hatte zum Ergebnis, dass [...] bei den 2.449 Webseiten bayerischer Anbieter, die Google Analytics nutzen, nur 78 (d.h. 3%) das Tracking-Programm datenschutzkonform einsetzen.&#8221;</em></p></blockquote>
<p>Bewertungsgrundlage der mit Hilfe einer selbst entworfenen Software automatisiert durchgef&#252;hrten Pr&#252;fung waren dabei die wesentlichen von den Hamburger Kollegen bereits im vergangenen Sp&#228;tsommer postulierten Anforderungen an einen (angeblich) rechtskonformen Einsatz des Tools:</p>
<p>Google Analytics d&#252;rfen nach Auffassung des BayLDA eingesetzt werden, wenn</p>
<blockquote>
<ul>
<li>der von Google vorbereitete Vertrag zur Auftragsdatenverarbeitung schriftlich abgeschlossen worden ist,</li>
<li>die Datenschutzerkl&#228;rung auf der Webseite auf den Einsatz von Google Analytics und die bestehenden Widerspruchsm&#246;glichkeiten hinweist und &#252;ber die damit verbundenen Datenverarbeitungen aufkl&#228;rt,</li>
<li>die Anonymisierungsfunktion im Quellcode eingebunden ist und,</li>
<li>ein bisher bestehendes Google-Analytics-Profil geschlossen wird, um die L&#246;schung (der noch nicht datenschutzkonform generierten) Altdaten sicherzustellen, sofern diese Anonymisierungsfunktion bisher nicht eingesetzt war.</li>
</ul>
</blockquote>
<p>Damit machen sich die bayerischen Datensch&#252;tzer die gleichen rechtlichen &#8220;Systemfehler&#8221; zu eigen, die bereits den Hamburger Kollegen unterlaufen sind:</p>
<p>Denn die rechtlichen Voraussetzungen einer Auftragsdatenverarbeitung wie sie durch <em><a href="http://dejure.org/gesetze/BDSG/11.html" target="dejure.org via legalit.de" title="&sect; 11 BDSG: Erhebung, Verarbeitung oder Nutzung personenbezogener Daten im Auftrag">§ 11 BDSG</a></em> gesetzlich geregelt sind, sind in dem hier zu beurteilenden Sachverhalt schlicht und ergreifend nicht erf&#252;llt:</p>
<p>Insbesondere die in <em><a href="http://dejure.org/gesetze/BDSG/11.html" target="dejure.org via legalit.de" title="&sect; 11 BDSG: Erhebung, Verarbeitung oder Nutzung personenbezogener Daten im Auftrag">§ 11 Abs. 3 BDSG</a></em> vorgesehene Weisungshoheit des Auftraggebers l&#228;&#223;t sich in Person des Tool-Nutzers gegen&#252;ber Google vern&#252;nftigerweise kaum bejahen. Ebensowenig stehen ersterem tats&#228;chlich ernsthafte Kontrollrechte (vgl. etwa <em><a href="http://dejure.org/gesetze/BDSG/11.html" target="dejure.org via legalit.de" title="&sect; 11 BDSG: Erhebung, Verarbeitung oder Nutzung personenbezogener Daten im Auftrag">§ 11 Abs. 2 S. 4 BDSG</a></em>) oder konkrete Einflu&#223;m&#246;glichkeiten auf den Vertragspartner Google zu.</p>
<p>Wenn jedoch der Verwender von Google Analytics gar keine echten Weisungs- und/oder Einflu&#223;m&#246;glichkeiten bez&#252;glich der Datenverwendung durch Google hat und tats&#228;chlich also gar nicht &#8220;Herr der Daten&#8221; ist, fehlt es bereits am pr&#228;genden Element einer durch <em><a href="http://dejure.org/gesetze/BDSG/11.html" target="dejure.org via legalit.de" title="&sect; 11 BDSG: Erhebung, Verarbeitung oder Nutzung personenbezogener Daten im Auftrag">§ 11 BDSG</a></em> gerechtfertigten Datenverarbeitung durch den Dritten (Google).</p>
<p>Der von Google im Zusammenhang mit der Nutzung von Google Analytics <a title="google.de via legalit.de" href="http://www.google.de/url?sa=t&amp;rct=j&amp;q=&amp;esrc=s&amp;source=web&amp;cd=1&amp;ved=0CGYQFjAA&amp;url=http%3A%2F%2Fwww.google.de%2Fintl%2Fde%2Fanalytics%2Ftos.pdf" target="_blank">&#8220;mitgelieferte&#8221; Vertrag zur Auftragsdatenverarbeitung </a>kann &#8211; unbeschadet aller sonstigen inhaltlichen Bedenken &#8211; daher schon grunds&#228;tzlich nicht dazu f&#252;hren, dass die fraglichen Daten&#252;bermittlungen pl&#246;tzlich rechtm&#228;ssig werden.</p>
<p>Wenn man jedenfalls wie die Datenschutzbeh&#246;rden davon ausgeht, dass hier das BDSG tats&#228;chlich einschl&#228;gig ist, weil bei der Nutzung von Google Analytics eine Erhebung, Verarbeitung oder Nutzung personenbezogener Daten i.S.d. <em><a href="http://dejure.org/gesetze/BDSG/3.html" target="dejure.org via legalit.de" title="&sect; 3 BDSG: Weitere Begriffsbestimmungen">§ 3 Abs. 1 BDSG</a></em> stattfindet, mu&#223; man auch den <em><a href="http://dejure.org/gesetze/BDSG/11.html" target="dejure.org via legalit.de" title="&sect; 11 BDSG: Erhebung, Verarbeitung oder Nutzung personenbezogener Daten im Auftrag">§ 11 BDSG</a></em> ernst nehmen.</p>
<p>Und nur weil die &#8211; zugegebenermassen f&#252;r die Bundeslandesdatensch&#252;tzer uncharmante &#8211; Alternative hier u.U. erzwungene Unt&#228;tigkeit der Ordnungsbeh&#246;rde w&#228;re, kann man bei der fraglichen Norm nicht pl&#246;tzlich andere (weichere) Ma&#223;st&#228;be anlegen, als man sie ansonsten regelm&#228;ssig bei der Beurteilung einer ordnungsgem&#228;ssen Auftragsdatenverarbeitung im Rahmen des <em><a href="http://dejure.org/gesetze/BDSG/11.html" target="dejure.org via legalit.de" title="&sect; 11 BDSG: Erhebung, Verarbeitung oder Nutzung personenbezogener Daten im Auftrag">§ 11 BDSG</a></em> zur Pflicht macht.</p>
<p>Ist den Datenschutz(aufsichts)beh&#246;rden eigentlich nicht klar, dass sie mit derart widerspr&#252;chlichem und rechtlich fragw&#252;rdigem Aktionismus nur die Axt an den Baum legen, auf dem sie sitzen?!</p>
<p>N&#228;here Einzelheiten und weitergehende Kritik &#8211; u.a. den naheliegenden Einwand, weshalb denn eigentlich noch das BDSG einschl&#228;gig sein soll, wenn vor der &#220;bermittlung an Google schon anonymisiert wird &#8211; beim Kollegen <em>Thomas Stadler</em>, bereits <a title="internet-law.de via legalit.de" href="http://www.internet-law.de/2011/09/google-analytics-neuerdings-datenschutzkonform.html" target="_blank">hier</a> sowie aktuell <a title="internet-law.de via legalit.de" href="http://www.internet-law.de/2012/05/bayerns-datenschutzer-beteiligen-sich-jetzt-auch-am-datenschutztheater-um-google-analytics.html" target="_blank">dort</a>.</p>
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		</item>
		<item>
		<title>Die Nutzung von Social Media in Unternehmen &#8211; und ihre rechtlichen Probleme&#8230;</title>
		<link>http://blawg.legalit.de/2012/04/26/vortrag-zur-nutzung-von-social-media-in-unternehmen/</link>
		<comments>http://blawg.legalit.de/2012/04/26/vortrag-zur-nutzung-von-social-media-in-unternehmen/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 26 Apr 2012 09:47:08 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Kielanwalt</dc:creator>
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		<description><![CDATA[<p title="Jan A. Strunk">&#8230;waren das Thema eines Vortrags, den ich am Er&#246;ffnungstag der am 25. und 26. April 2012 in den Holstenhallen Neum&#252;nster durchgef&#252;hrten B2B-Messe <a title="wirtschaftnordgate via sdplegal.de" href="http://www.wirtschaftnordgate2012.messe.ag/content.aspx?ArticleID=b68a2a6f-8728-4ef4-b733-fa51a45366a2" target="_blank">wirtschaftNORDGATE 2012</a> auf Einladung der Firma <a title="antares.de via sdplegal.de" href="http://www.antares.de/cms/index.php?article_id=61" target="_blank">antares GmbH &#38; Co. KG</a> gehalten habe:</p> <a href="http://www.sdplegal.de/web/wp-content/uploads/523184_3306464613710_1030865325_2383722_584149919_n.jpg"></a> <p></p> <p>Unter dem Motto “Social [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p title="Jan A. Strunk">&#8230;waren das Thema eines Vortrags, den ich am Er&#246;ffnungstag der am 25. und 26. April 2012 in den Holstenhallen Neum&#252;nster durchgef&#252;hrten B2B-Messe <a title="wirtschaftnordgate via sdplegal.de" href="http://www.wirtschaftnordgate2012.messe.ag/content.aspx?ArticleID=b68a2a6f-8728-4ef4-b733-fa51a45366a2" target="_blank">wirtschaftNORDGATE 2012</a> auf Einladung der Firma <a title="antares.de via sdplegal.de" href="http://www.antares.de/cms/index.php?article_id=61" target="_blank">antares GmbH &amp; Co. KG</a> gehalten habe:</p>
<div id="attachment_3998" style="text-align: center;"><a href="http://www.sdplegal.de/web/wp-content/uploads/523184_3306464613710_1030865325_2383722_584149919_n.jpg"><img title="RA Strunk auf der wirtschaftNORDGATE 2012 (Photo: Stephan Dirks)" src="http://www.sdplegal.de/web/wp-content/uploads/523184_3306464613710_1030865325_2383722_584149919_n-300x225.jpg" alt="" width="300" height="225" /></a></div>
<div style="text-align: center;"></div>
<p><span id="more-3523"></span></p>
<p>Unter dem Motto <em>“Social Media &amp; Recht &#8211; Rechtliche Themenfelder &amp; Problemstellungen f&#252;r Unternehmen im Zusammenhang mit der Nutzung sozialer Medien“</em> habe ich dabei im &#220;berblick eine kurze Einf&#252;hrung &#252;ber folgende Themen rund um die Nutzung sozialer Medien &amp; Netzwerke gegeben:</p>
<ul>
<li>Allgemeine rechtliche Anforderungen an eine Social-Media-Pr&#228;senz</li>
<li>Nutzung von Texten, Fotos, Grafiken und anderen Medien</li>
<li>Nutzung von fremden Marken, Namen &amp; Titeln</li>
<li>&#196;u&#223;erungsrechtliche Aspekte</li>
<li>Haftung</li>
<li>Datenschutz</li>
</ul>
<p style="text-align: center;"><a href="http://www.wirtschaftnordgate2012.messe.ag/content.aspx?ArticleID=b68a2a6f-8728-4ef4-b733-fa51a45366a2" target="_blank"><img class="aligncenter" src="http://www.sdplegal.de/web/wp-content/uploads/WirtschaftNordgate-300x113.jpg" alt="" width="210" height="79" /></a></p>
<p><em>Download:</em> <a href="http://www.sdplegal.de/web/wp-content/uploads/SocMed+Recht20120425.pdf">Vortragsfolien (PDF)</a></p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Europ&#228;isches Datenschutz-Niveau? Fluggastdaten, Vorratsdaten, Umsetzungsn&#246;te&#8230;</title>
		<link>http://blawg.legalit.de/2012/04/19/europaisches-datenschutz-niveau-fluggastdaten-vorratsdaten-umsetzungsnote/</link>
		<comments>http://blawg.legalit.de/2012/04/19/europaisches-datenschutz-niveau-fluggastdaten-vorratsdaten-umsetzungsnote/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 19 Apr 2012 18:08:26 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Kielanwalt</dc:creator>
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		<description><![CDATA[<p>Heute ist irgendwie datenschutzrechtlicher Europa-Tag. Allerdings kein sonderlich guter, wie mir scheint.</p> <p>Gleich drei Highlights auf einmal. Und nicht nur das das europ&#228;ische Datenschutzrecht befindet sich sozusagen im status quo vadis.</p> <p>Aber der Reihe nach:</p> Das EU-Parlament winkt das <a title="PNR via legalit.de" href="http://register.consilium.europa.eu/pdf/de/11/st17/st17434.de11.pdf" target="_blank">Fluggastdaten-&#220;bermittlungsabkommen mit den USA (PNR)</a> endg&#252;ltig durch: <p>&#8220;Damit k&#246;nnen die Daten [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Heute ist irgendwie datenschutzrechtlicher Europa-Tag. Allerdings kein sonderlich guter, wie mir scheint.</p>
<p>Gleich drei Highlights auf einmal. Und nicht nur das das europ&#228;ische Datenschutzrecht befindet sich sozusagen im status quo vadis.</p>
<p>Aber der Reihe nach:</p>
<ul>
<li>Das EU-Parlament winkt das <a title="PNR via legalit.de" href="http://register.consilium.europa.eu/pdf/de/11/st17/st17434.de11.pdf" target="_blank">Fluggastdaten-&#220;bermittlungsabkommen mit den USA <em>(PNR)</em></a> endg&#252;ltig durch:</li>
</ul>
<blockquote><p>&#8220;Damit k&#246;nnen die Daten weiter ohne Verdacht und Anlass gesammelt werden und bis zu 15 Jahre gespeichert bleiben. <a href="http://www.zeit.de/digital/datenschutz/2011-10/edward-hasbrouck-fluggastdaten" target="_blank">Zu den dabei erfassten Informationen</a> geh&#246;ren Name, Anschrift, Telefonnummer, E-Mail-Adresse, Kreditkartennummer, aber auch Serviceleistungen an Bord, etwa die Men&#252;auswahl und gegebenenfalls Buchungen f&#252;r Hotels und Mietwagen.&#8221; <em>[zeit.de: <a title="zeit.de via legalit.de" href="http://www.zeit.de/digital/datenschutz/2012-04/fluggastdaten-usa-eu-parlament" target="_blank">DIGITAL, DATENSCHUTZ - 19.04.2012</a>]</em></p></blockquote>
<p>Dass diese Erm&#228;chtigung zur anla&#223;losen und verdachtsunabh&#228;ngigen Rasterfahndung durch US-Beh&#246;rden (z.B. die CIA) u.a. schon wegen der Unbestimmtheit der Formulierungen zu ihrem Anwendungsbereich evident gegen die eigenen Datenschutz-Grunds&#228;tze der Gemeinschaft verst&#246;&#223;t &#8211; wie sie etwa sehr sch&#246;n gerade erst wieder <a title="europa.eu via legalit.de" href="http://ec.europa.eu/justice/data-protection/document/review2012/com_2012_11_de.pdf" target="_blank">in der geplanten EU-Datenschutzverordnung nachzulesen</a> sind &#8211; hat immerhin 406 EU-Parlamentarier anscheinend entweder nicht gest&#246;rt &#8211; oder intellektuell erst gar nicht erreicht.</p>
<p>Letztere Vermutung liegt nahe, wenn man so etwas liest:<span id="more-3444"></span></p>
<blockquote><p><em>&#8220;</em>Der CSU-Abgeordnete Manfred Weber sagte:<em> &#8220;Wenn jemand in die Vereinigten Staaten reist, dann werden die Daten &#252;bermittelt. Und die EU-Kommission hat k&#252;nftig das Recht, in Amerika nachzuschauen, was sie mit unseren Daten machen und ob sie auch die Spielregeln, die wir vereinbart haben, einhalten.&#8221;"</em><em>[zeit.de: <a title="zeit.de via legalit.de" href="http://www.zeit.de/digital/datenschutz/2012-04/fluggastdaten-usa-eu-parlament" target="_blank">DIGITAL, DATENSCHUTZ - 19.04.2012</a>] </em></p></blockquote>
<p>Ja, genau so wird es wohl sein&#8230; <em></em></p>
<ul>
<li>Der <a title="curia.europa.eu via legalit.de" href="http://curia.europa.eu/juris/document/document.jsf;jsessionid=?docid=121743&amp;doclang=DE&amp;mode=req&amp;cid=1153798" target="_blank">Europ&#228;ische Gerichtshof erkl&#228;rt in einer heutigen Vorabentscheidung</a> anl&#228;&#223;lich eines schwedischen&#8221;Filesharing&#8221;-Falls, dass Auskunftsanspr&#252;che gegen Internet-Service-Provider, die in Mitgliedstaaten auf Grundlage der sog. Enforcement-Richtlinie geschaffen wurden, grunds&#228;tzlich sowohl mit der EU-Richtlinie &#252;ber die Vorratsdatenspeicherung als auch mit der EU-Datenschutzrichtlinie vereinbar sind,</li>
</ul>
<blockquote><p><em>&#8220;soweit es diese Rechtsvorschriften dem nationalen Gericht, bei dem eine klagebefugte Person beantragt hat, die Weitergabe personenbezogener Daten anzuordnen, erm&#246;glichen, anhand der Umst&#228;nde des Einzelfalls und unter geb&#252;hrender Ber&#252;cksichtigung der sich aus dem Grundsatz der Verh&#228;ltnism&#228;&#223;igkeit ergebenden Erfordernisse eine Abw&#228;gung der einander gegen&#252;berstehenden Interessen vorzunehmen.&#8221;</em></p></blockquote>
<p>Genau hier d&#252;rfte in der deutschen Praxis des <a><a href="http://dejure.org/gesetze/UrhG/101.html" target="dejure.org via legalit.de" title="&sect; 101 UrhG: Anspruch auf Auskunft">§ 101 Abs. 9 UrhG</a></a> allerdings das Problem liegen: Was n&#252;tzt es dem Grundrecht(sinhaber), wenn das Eingriffsgesetz dem Gericht zwar die M&#246;glichkeit zur Einzelfallpr&#252;fung und -abw&#228;gung erm&#246;glicht, tats&#228;chlich aber so gut wie alles faktisch ungepr&#252;ft im Massenverfahren durchgewunken wird, was die Medien-Truchsesse und Rechte-Verweser dem armen Richter zwecks Erlangung eines Auskunftsbeschlusses in gro&#223;en Truhen voll des edelsten digitalen Nachweis-Materials auf den Tisch wuchten?</p>
<ul>
<li>Last but not least hat sich auch die Kanzlerin heute zu Wort gemeldet. N&#228;mlich zur dringenden Notwendigkeit einer jetzt aber sofortigen gesetzlichen Regelung der Vorratsdatenspeicherung:</li>
</ul>
<blockquote><p><em>„„Die Richtlinie als solche liegt auf dem Tisch, und sie muss umgesetzt werden.</em><em> [...]. Um den Erfordernissen und den Anforderungen der europ&#228;ischen Regeln zu entsprechen, m&#252;ssen wir eine solche Umsetzung finden, die dem Inhalt der Richtlinie zur Vorratsdatenspeicherung entspricht. [...] Niemand von uns m&#246;chte mit Strafzahlungen belegt werden.“ </em><em>[focus.de: <a title="focus.de via legalit.de" href="https://www.focus.de/politik/deutschland/innere-sicherheit-merkel-draengt-vorratsdatenspeicherung-umsetzen_aid_739888.html" target="_blank">Politik, Deutschland - 19.04.2012</a>]<br />
</em></p></blockquote>
<p>Da hat sie nat&#252;rlich v&#246;llig recht. Ich bin auch froh, dass sie diesmal &#8220;m&#252;ssen&#8221; statt des sonst obligatorischen &#8220;wollen&#8221; oder &#8220;wir haben gesagt, dass es so sein soll&#8221; formuliert hat.</p>
<p>Und richtig ist auch, dass am 26.04.2012 die Deutschland von der EU-Kommission gesetzte Umsetzungfrist f&#252;r eine EU-rechtskonforme Regelung zur Vorratsdatenspeicherung abl&#228;uft. Danach gibt&#8217;s Schimpfe aus Br&#252;ssel.Und vielleicht auch eine Klage in Luxemburg beim EuGH.</p>
<p>Aber ganz sicher in n&#228;chster Zeit keine Strafzahlung. Das w&#252;rde n&#228;mlich zun&#228;chst einmal voraussetzen, dass Deutschland nach einem entsprechenden (laaangwierigen) Verfahren auch verurteilt wird. Und das wiederum ist aus verschiedenen Gr&#252;nden momentan wenig wahrscheinlich.</p>
<p>By the way: Deutscher &#196;rger mit der EU-Kommission ist keine Besonderheit, die das Land seinen Datenschutzfreaks oder digitalen Berufsbedenkentr&#228;gern verdankt, sondern hat bereits gute Tradition: Aktuell laufen ca. 27 Vertragsverletzungsverfahren gegen Deutschland. Wen die weitere Entwicklung interessiert, kann sich <a title="europa.eu via legalit.de" href="http://ec.europa.eu/taxation_customs/common/infringements/infringement_cases/bycountry/index_de.htm#germany" target="_blank">hier</a> &#8211; auch &#252;ber die anderen EU-L&#228;nder &#8211; informieren. Ganz frisch (Ank&#252;ndigung vom 22.03.2012) steht &#252;brigens ein Klageverfahren wegen steuerlicher Behandlung von Organgesellschaften ins Haus. Auch hier hat Deutschland keine Lust gehabt, ein Gesetz zu erlassen&#8230;</p>
<p>All das &#8211; unterstelle ich einfach mal &#8211; wei&#223; nat&#252;rlich auch die Bundeskanzlerin. Wenn sie trotzdem mit ihrem &#246;ffentlichen Dringlichkeitsappell so tut, als n&#228;hme das Land Schaden, wenn man sich jetzt nicht innerhalb der n&#228;chsten 7 Tage einigt, hat sie wohl ein anderes Ziel im Auge. Aber welches nur&#8230;?</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://blawg.legalit.de/2012/04/19/europaisches-datenschutz-niveau-fluggastdaten-vorratsdaten-umsetzungsnote/feed/</wfw:commentRss>
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		</item>
		<item>
		<title>BVerfG kassiert OLG K&#246;ln: Rechtliche Voraussetzungen f&#252;r WLAN-St&#246;rerhaftung noch ungekl&#228;rt</title>
		<link>http://blawg.legalit.de/2012/04/17/bverfg-kassiert-olg-koln-rechtliche-anforderung-an-wlan-storerhaftung-ist-klarungsbedurftige-rechtsfrage-i-s-d-543-zpo/</link>
		<comments>http://blawg.legalit.de/2012/04/17/bverfg-kassiert-olg-koln-rechtliche-anforderung-an-wlan-storerhaftung-ist-klarungsbedurftige-rechtsfrage-i-s-d-543-zpo/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 17 Apr 2012 18:22:30 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Kielanwalt</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Onlinerecht]]></category>
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		<category><![CDATA[Urheberrecht]]></category>
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		<description><![CDATA[<p>Wenn zwei Obergerichte zu einer entscheidungserheblichen Rechtsfrage unterschiedliche grunds&#228;tzliche Auffassungen vertreten, liegt die Annahme nahe, dass eine abschlie&#223;ende h&#246;chstrichterliche Kl&#228;rung sinnvoll sein k&#246;nnte.</p> <p>Immer dann, wenn es sich um eine Angelegenheit handelt, &#8220;die grunds&#228;tzliche Bedeutung hat&#8221; oder die &#8220;Fortbildung des Rechts oder die Sicherung einer einheitlichen Rechtsprechung eine Entscheidung des Revisionsgerichts erfordert&#8221;, ist daher das Rechtsmittel [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wenn zwei Obergerichte zu einer entscheidungserheblichen Rechtsfrage unterschiedliche grunds&#228;tzliche Auffassungen vertreten, liegt die Annahme nahe, dass eine abschlie&#223;ende h&#246;chstrichterliche Kl&#228;rung sinnvoll sein k&#246;nnte.</p>
<p>Immer dann, wenn es sich um eine Angelegenheit handelt, <em>&#8220;die grunds&#228;tzliche Bedeutung hat&#8221;</em> oder die <em>&#8220;Fortbildung des Rechts oder die Sicherung einer einheitlichen Rechtsprechung eine Entscheidung des Revisionsgerichts erfordert&#8221;</em>, ist daher das Rechtsmittel der sog. <em>Revision</em>  gesetzlich vorgeschrieben: <a href="http://dejure.org/gesetze/ZPO/543.html" target="dejure.org via legalit.de" title="&sect; 543 ZPO: Zulassungsrevision">§ 543 Abs. 2 ZPO</a></p>
<p>So legen etwa das OLG Frankfurt <em>(Beschluss v. 20.12.2007 &#8211; <a href="http://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=11 W 58/07" target="dejure.org via legalit.de" title="OLG Frankfurt, 20.12.2007 - 11 W 58/07">11 W 58/07</a>)</em> einerseits und anderserseits (u.a.) das OLG K&#246;ln <em>(Urteil v. 22.07.2011 &#8211; <a href="http://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=6 U 208/10" target="dejure.org via legalit.de" title="OLG K&ouml;ln, 22.07.2011 - 6 U 208/10">6 U 208/10</a>)</em> grundlegend unterschiedliche Ma&#223;st&#228;be dabei an, in welchem Umfang einen Internetanschlussinhaber Pr&#252;f- und Instruktionspflichten gegen&#252;ber sonstigen Nutzern seines Anschlusses treffen: W&#228;hrend man in Frankfurt eine solche Pflicht nur dann sieht, wenn der Anschlussinhaber konkrete Anhaltspunkte daf&#252;r hat oder haben mu&#223;, dass der Nutzer eine Urheberrechtsverletzung begehen k&#246;nnte, reicht in K&#246;ln hierf&#252;r praktisch bereits die &#220;berlassung des Anschlusses an einen Dritten als solche aus.</p>
<p>Folge: Wer in Frankfurt arglos seinen Anschlu&#223; zur Verf&#252;gung stellt, hat im Verletzungsfall u.U. Gl&#252;ck; in K&#246;ln haftet man bereits, weil andere ihn mitnutzen durften.</p>
<p>So auch in dem zuletzt vom OLG K&#246;ln entschiedenen Fall <em>(Urteil v. 22.07.2011 &#8211; <a href="http://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=6 U 208/10" target="dejure.org via legalit.de" title="OLG K&ouml;ln, 22.07.2011 - 6 U 208/10">6 U 208/10</a>)</em>. Die Revision gegen sein Urteil lie&#223; das Gericht jedoch nicht zu. Dagegen legte der Beklagte des urspr&#252;nglichen Rechtsstreits &#8211; ironischerweise ein ein auf Onlinerecherche und Internetpiraterie spezialisierter Polizeibeamter, dessen vollj&#228;hriger Sohn Musikdateien &#8220;geshared&#8221; hatte &#8211; Verfassungsbeschwerde ein.</p>
<p>Nun mu&#223; in K&#246;ln neu verhandelt werden:</p>
<p><span id="more-3369"></span></p>
<p>Das Bundesverfassungsgericht kommt zu dem Ergebnis <em>(BVerfG, Beschluss v.21.03.2012 &#8211; <a href="http://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=1%20BvR%202365/11" rel="nofollow" target="_blank">1 BvR 2365/11</a>)</em>, dass wegen der unterschiedlichen Auffassungen der Obergerichte die Zulassung einer Revision nahe gelegen h&#228;tte. In dieser Situation h&#228;tte es einer Begr&#252;ndung durch das OLG bedurft, weshalb man eine h&#246;chstrichterliche &#220;berpr&#252;fung f&#252;r entbehrlich h&#228;lt. Da eine Begr&#252;ndung jedoch g&#228;nzlich fehlte, wurde das Urteil aufgehoben.</p>
<p>Nun wird man angesichts der inzwischen vieltausendfach ausgesprochenen Filesharing-Abmahnungen sicher nicht leugnen k&#246;nnen, dass die Frage, unter welchen Voraussetzungen (WLAN-)Internet-Anschlu&#223;inhaber f&#252;r Rechtsverletzungen Dritter haften, die &#252;ber ihren Anschlu&#223; begangen wurden, sich in einer unbestimmten Vielzahl weiterer F&#228;lle stellen kann und deshalb auch das Interesse der Allgemeinheit an der einheitlichen Handhabung des Rechts ber&#252;hrt. Von daher h&#228;tte es nahegelegen, dass auch das OLG K&#246;ln die Notwendigkeit einer h&#246;chstrichterlichen Kl&#228;rung h&#228;tte sehen m&#252;ssen.</p>
<p>Allerdings hielten die Filesharing-Abmahner und eine ganze Reihe von Gerichten &#8211; so wohlm&#246;glich auch die K&#246;lner Richter &#8211; diese Frage anscheinend bereits f&#252;r h&#246;chstrichterlich gekl&#228;rt, nachdem der Bundesgerichtshof in seiner (nach dem <a title="Links und Recht…" href="http://blawg.legalit.de/2004/12/15/links-und-recht/" target="_blank">ber&#252;hmt-ber&#252;chtigten &#8220;Disclaimer-Urteil&#8221;</a> des LG Hamburg aus 1998 <em>(Urteil v. 12. 05.1998 &#8211; <a title="LG Hamburg, 12.05.1998 - 312 O 85/98: D-Orfdepp des Monats" href="http://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=312%20O%2085/98" target="dejure.org via legalit.de">312 O 85/98</a>)</em>  innerhalb k&#252;rzester Zeit wohl am zweith&#228;ufigsten falsch zitierten bzw. verstandenen) Entscheidung zu &#8220;Sommer unseres Lebens&#8221; <em>(BGH, Urteil v. 12.05.2010 &#8211; 1 ZR 121/08) </em>zum Bestehen und den Voraussetzungen einer Haftung des Anschlu&#223;inhabers einige S&#228;tze ge&#228;u&#223;ert hatte. <em></em></p>
<p>Die dort behandelte Konstellation betraf jedoch den Fall einer widerrechtlichen Nutzung durch einen Unbekannten, nicht den (praktisch bedeutsamsten) einer durch den Anschlu&#223;inhaber erlaubten &#8211; etwa durch Familie, Freunde oder G&#228;ste (z.B. Hotels, Internetcafes).</p>
<p>Die dortigen Ausf&#252;hrungen des Senats zu den Anforderungen an die notwendige Sorgfalt und zur etwaigen Verletzung von Sicherungspflichten sind daher (notwendigerweise) ungeeignet f&#252;r die Beantwortung der Frage, unter welchen Voraussetzungen jemand haftet, dessen Internetanschlu&#223; berechtigt von Dritten genutzt, aber zu Rechtsverletzungen mi&#223;braucht wird. Anders ausgedr&#252;ckt: Die Feststellung, dass jemand Sorgfaltspflichten verletzt, der seinen Anschlu&#223; nicht absichert, besagt nichts dar&#252;ber, wann er es bei erlaubter Nutzung seines Anschlusses an der zumutbaren Sorgfalt fehlen l&#228;&#223;t.</p>
<p>Dazu hat der 1. Senat in <em>&#8220;Sommer unseres Lebens&#8221;</em> nichts gesagt. Das mu&#223;te er ja auch nicht.</p>
<p>Das st&#246;rte in der Folge in den vergangenen fast zwei Jahren jedoch weder die Textbaustein-Ghostwriter der Abmahnkanzleien (die in ihren Schreiben z.T. auch sinnentstellende Verk&#252;rzungen des Urteilstextes als Rechtsprechungs-Belegstelle f&#252;r die angebliche Richtigkeit ihrer Rechtsauffassung nutzen) noch einzelne Instanzgerichte, die die besagte BGH-Entscheidung zur Grundlage und Rechtfertigung von Entscheidungen nahmen, die sich tats&#228;chlich gar nicht mit der Ausgangsproblematik des BGH befassen mu&#223;ten, sondern denen Sachverhalte mit der geschilderten &#8220;&#220;berlassungsproblematik&#8221; zugrundelagen.</p>
<p>Nun hat das Bundesverfassungsgericht diesen bequemen Weg erst einmal verbaut. Denn an der Tatsache, dass nun durch die BGH-Rechtsprechung zun&#228;chst einmal tragf&#228;hige Kriterien zur Haftungsbeurteilung in der Konstellation der berechtigten Nutzung gefunden werden m&#252;ssen, kommt nach seinen unmi&#223;verst&#228;ndlichen Worten jetzt eigentlich niemand mehr vorbei:</p>
<blockquote><p>&#8220;Zu der Rechtsfrage, ob einen Internetanschlussinhaber Pr&#252;f- und Instruktionspflichten gegen&#252;ber sonstigen Nutzern des Anschlusses treffen, werden unterschiedliche Auffassungen vertreten. [...]. Der Bundesgerichtshof hat die Frage f&#252;r die hier relevante Konstellation noch nicht entschieden. In st&#228;ndiger Rechtsprechung geht er von dem Grundsatz aus, die Haftung als St&#246;rer setze die Verletzung von Pr&#252;fpflichten voraus; deren Umfang bestimme sich danach, ob und inwieweit nach den Umst&#228;nden eine Pr&#252;fung zuzumuten sei. Dieser auch im angegriffenen Urteil zitierte Obersatz ist mit den Auffassungen beider Oberlandesgerichte vereinbar. Ob in der Konstellation des Ausgangsverfahrens Pr&#252;fpflichten &#252;berhaupt bestanden und falls ja, wie weit sie gingen, ist durch den vom Bundesgerichtshof aufgestellten Rechtsgrundsatz offensichtlich noch nicht gekl&#228;rt. Die „Sommer unseres Lebens“-Entscheidung betraf einen anderen Sachverhalt, n&#228;mlich die Frage, ob ein WLAN-Anschluss auf einen hinreichenden Schutz durch Sicherungsma&#223;nahmen gegen die Benutzung durch au&#223;enstehende Dritte gepr&#252;ft werden muss.&#8221;</p></blockquote>
<p>Der BGH wird hier bei n&#228;chster sich bietender Gelegenheit Farbe bekennen m&#252;ssen. Und dabei wird es dann hoffentlich au&#223;er zu konkreten Abw&#228;gungs- und Zumutbarkeitskriterien im Zusammenhang mit der Erm&#246;glichung gesch&#228;ftlicher Internetnutzung (Stichwort: Beeintr&#228;chtigung von Gesch&#228;ftsmodellen) sicher auch endlich ein paar klarstellende Worte zur Providerhaftung bzw. den entsprechenden Privilegierungstatbest&#228;nden des TMG geben.</p>
<p>Man wird ja wohl noch tr&#228;umen d&#252;rfen&#8230;</p>
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		<title>LAG D&#252;sseldorf: Arbeitgeber darf nicht auf Betriebsratsdateien zugreifen</title>
		<link>http://blawg.legalit.de/2012/03/08/lag-dusseldorf-arbeitgeber-darf-nicht-auf-betriebsratsdateien-zugreifen/</link>
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		<pubDate>Thu, 08 Mar 2012 17:15:53 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Kielanwalt</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Datenschutz]]></category>
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		<description><![CDATA[<p>Das Landesarbeitsgericht D&#252;sseldorf hat entschieden (LAG D&#252;sseldorf, Beschlu&#223; v. 07.03.2012 &#8211; Az.: <a href="http://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=4 TaBV 11/12" target="dejure.org via legalit.de" title="LAG D&#252;sseldorf, 07.03.2012 - 4 TaBV 11/12">4 TaBV 11/12</a>), dass ein Arbeitgeber auf Dateien, die sich auf dem Betriebsratslaufwerk seines EDV-Systems befinden, nicht zugreifen darf.</p> <p></p> <p>Der Sachverhalt: Auf dem Betriebsratslaufwerk befindet sich unter dem Briefkopf [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Das Landesarbeitsgericht D&#252;sseldorf hat entschieden <em>(LAG D&#252;sseldorf, Beschlu&#223; v. 07.03.2012 &#8211; Az.: <a href="http://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=4 TaBV 11/12" target="dejure.org via legalit.de" title="LAG D&uuml;sseldorf, 07.03.2012 - 4 TaBV 11/12">4 TaBV 11/12</a>)</em>, dass ein Arbeitgeber auf Dateien, die sich auf dem Betriebsratslaufwerk seines EDV-Systems befinden, nicht zugreifen darf.</p>
<p><span id="more-3362"></span></p>
<p>Der Sachverhalt: Auf dem Betriebsratslaufwerk befindet sich unter dem Briefkopf des Betriebsrats eine nicht unterzeichnete  achtseitige Stellungnahme in einem K&#252;ndigungsschutzverfahren, das Mitarbeiter der Arbeitgeberin betrifft.</p>
<p>Die Arbeitgeberin verd&#228;chtigt ein nicht freigestelltes Betriebsratsmitglied, diese Stellungnahme w&#228;hrend seiner Arbeitszeit verfasst und so einen Arbeitszeitbetrug begangen zu haben.  Sie verlangt mit ihrem Antrag deshalb festzustellen, dass sie die vollst&#228;ndige Dokumentenhistorie der  achtseitigen Stellungnahme ohne Zustimmung des Betriebsrats zur&#252;ckverfolgen darf, um festzustellen, wann die Datei durch wen bearbeitet wurde. Hilfsweise begehrt sie die gerichtliche Ersetzung der Zustimmung des Betriebsrats zu diesem Vorgehen.</p>
<p>Der Antrag der Arbeitgeberin hatte sowohl vor dem Arbeitsgericht <em>(ArbG  Wesel, Beschlu&#223;  vom  17.09.2011 &#8211; Az.: 5 BV  17/11)</em> und vor dem Landesarbeitsgericht keinen Erfolg:</p>
<p>Dem Arbeitgeber steht nicht das Recht zu, in die Dateien des Betriebsrats Einsicht zu nehmen. Der Betriebsrat verwaltet  seine Dateien genauso wie seine sonstigen schriftlichen Unterlagen eigenverantwortlich, weil die Betriebsverfassung durch eine autonom ausgestaltete Interessenwahrnehmung gepr&#228;gt ist. Auf die Eigentumsverh&#228;ltnisse an den Datenlaufwerken kommt es insoweit nicht an.</p>
<p>Das Landesarbeitsgericht hat die Rechtsbeschwerde nicht zugelassen.</p>
<p><em>[Quelle: Pressemitteilung des Gerichts vom 08.03.2012]</em></p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>BVerfG: Nachhilfe in Sachen Meinungsfreiheit f&#252;r Hamburger Gerichte</title>
		<link>http://blawg.legalit.de/2012/03/01/bverfg-nachhilfe-in-sachen-meinungsfreiheit-fur-hamburger-gerichte/</link>
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		<pubDate>Thu, 01 Mar 2012 16:26:29 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Kielanwalt</dc:creator>
				<category><![CDATA[Onlinerecht]]></category>
		<category><![CDATA[Persönlichkeitsrechte]]></category>
		<category><![CDATA[Presse-/Äußerungsrecht]]></category>
		<category><![CDATA[RECHTSPRECHUNG]]></category>

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		<description><![CDATA[<p>Das Bundesverfassungsgericht hat in einer <a title="BVerfG via legalit.de" href="http://www.bverfg.de/entscheidungen/rk20120125_1bvr249909.html" target="_blank">Entscheidung des 1. Senats vom 25.01.2012</a> (BVerfG, Az.: <a href="http://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=1 BvR 2499/09" target="dejure.org via legalit.de" title="BVerfG, 25.01.2012 - 1 BvR 2499/09">1 BvR 2499/09</a> und <a href="http://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=1 BvR 2503/09" target="dejure.org via legalit.de" title="1 BvR 2503/09 (2 zugeordnete Entscheidungen)">1 BvR 2503/09</a>) zwei Verfassungsbeschwerden gegen Entscheidungen des Landgerichts [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Das Bundesverfassungsgericht hat in einer <a title="BVerfG via legalit.de" href="http://www.bverfg.de/entscheidungen/rk20120125_1bvr249909.html" target="_blank">Entscheidung des 1. Senats vom 25.01.2012</a> <em>(BVerfG, Az.: <a href="http://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=1 BvR 2499/09" target="dejure.org via legalit.de" title="BVerfG, 25.01.2012 - 1 BvR 2499/09">1 BvR 2499/09</a> und <a href="http://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=1 BvR 2503/09" target="dejure.org via legalit.de" title="1 BvR 2503/09 (2 zugeordnete Entscheidungen)">1 BvR 2503/09</a>)</em> zwei Verfassungsbeschwerden gegen Entscheidungen des Landgerichts Hamburg <em>(LG Hamburg, 13.02.2009, Az.: 324 O 554/08 und 324 O 555/08)</em> sowie des Oberlandesgerichts Hamburg <em>(OLG Hamburg, 01.09.2009, Az.: <a href="http://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=7 U 32/09" target="dejure.org via legalit.de" title="7 U 32/09 (2 zugeordnete Entscheidungen)">7 U 32/09</a> und <a href="http://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=7 U 33/09" target="dejure.org via legalit.de" title="OLG Hamburg, 01.09.2009 - 7 U 33/09">7 U 33/09</a>)</em> stattgegeben und die Urteile aufgehoben. Nun mu&#223; erneut vor dem Landgericht Hamburg verhandelt werden.</p>
<p>Der bekannterma&#223;en wenig &#228;u&#223;erungsfreundlichen hanseatischen Abw&#228;gungspraxis zwischen Meinungs-/Pressefreiheit einerseits und andererseits dem Pers&#246;nlichkeitsschutz (semi-)prominenter Personen bzw. ihrer Angeh&#246;rigen hat das Gericht dabei einmal mehr eine deutliche Absage erteilt:</p>
<p><span id="more-3326"></span></p>
<p>Ausgangspunkt der ganzen Auseinandersetzung war ein n&#228;chtlicher Ausflug der beiden S&#246;hne (Jg. 90 und 91) des Schauspielers Uwe Ochsenknecht mit Freunden am 01. Mai 2008 in M&#252;nchen, in dessen Verlauf sich allerlei Sachbesch&#228;digungen im &#246;ffentlichen Verkehrsraum ereigneten und der damit endete,  dass einer der beiden von der Polizei aufgegriffen und zur Wache mitgenommen wurde. Sein Bruder begleitete ihn dorthin.</p>
<p>&#220;ber diesen Vorgang berichtete u.a. das Onlineportal „<em>sz-online.de</em>“. Die Betreiberin der Website wurde darauf hin in Anspruch genommen, es zu unterlassen, die &#196;u&#223;erungen</p>
<blockquote><p><em>&#8220;Polizei schnappt O.-S&#246;hne, &#8230;er und sein Bruder haben Fahrr&#228;der traktiert, Blumenbeete zerst&#246;rt und eine Telefonzelle auseinandergenommen&#8221;</em></p></blockquote>
<p>zu verbreiten, sowie im Zusammenhang mit den Ochsenknecht-Br&#252;dern &#252;ber die Tatsache einer Sachbesch&#228;digung in der Nacht zum 1. Mai 2008 in der Innenstadt von M&#252;nchen zu berichten.</p>
<p>Weder das LG Hamburg noch das OLG Hamburg als Berufungsinstanz hatten erkennbare Zweifel daran, hier einen Unterlassungsanspruch bejahen zu k&#246;nnen. Da das OLG die Revisionen nicht zugelassen hatte, blieben nur die Verfassungsbeschwerden.</p>
<p>Und das BVerfG r&#252;ckt die Sache nun zun&#228;chst erst einmal wieder gerade:</p>
<blockquote><p>&#8220;Hier ist zwar naheliegend, dass der Schutzbereich des allgemeinen Pers&#246;nlichkeitsrechts betroffen ist, weil der Bericht &#252;ber die Verfehlungen der Kl&#228;ger geeignet ist, diese in ihrem &#246;ffentlichen Ansehen herabzusetzen. Es geht vorliegend allerdings lediglich um eine Wortberichterstattung &#252;ber einen unstreitigen Vorfall. Insoweit aber gibt das allgemeine Pers&#246;nlichkeitsrecht ihnen nicht den Anspruch, nur so von anderen dargestellt zu werden, wie sie sich selber sehen oder gesehen werden m&#246;chten.</p>
<p>Dabei ist vorliegend auch zu ber&#252;cksichtigen, dass durch den Bericht nur die Sozialsph&#228;re der Kl&#228;ger ber&#252;hrt ist. Der Schutz des allgemeinen Pers&#246;nlichkeitsrechts ist hier &#252;berdies auch dadurch verringert worden, dass die Kl&#228;ger insbesondere &#252;ber das Fernsehen die &#214;ffentlichkeit unstreitig oft gesucht, ein Image als „Junge Wilde“ gepflegt und ihre Idolfunktion kommerziell ausgenutzt haben und so ihre Person selbst in die &#214;ffentlichkeit gestellt haben.</p>
<p>Es ist nicht ersichtlich, dass die Fachgerichte diese Umst&#228;nde ausreichend in ihre Erw&#228;gungen zur Reichweite des Schutzes des Allgemeinen Pers&#246;nlichkeitsrechts eingestellt h&#228;tten.&#8221;</p></blockquote>
<p>Und es verweist zutreffend auf einen Aspekt, den sowohl das LG als auch das OLG in Hamburg exakt andersherum ausgelegt hatten:</p>
<blockquote><p>&#8220;Vielmehr ist in die Abw&#228;gung einzustellen, dass die durch die Fachgerichte zutreffend vorgenommene Einordnung des Verhaltens der Kl&#228;ger als Bagatelldelikte zugleich geeignet erscheint, die Bedeutung der Pers&#246;nlichkeitsbeeintr&#228;chtigung zu mindern. Das Bundesverfassungsgericht hat bereits entschieden, dass bei der Berichterstattung &#252;ber Strafverfahren die Schwere der in Frage stehenden Straftat nicht nur f&#252;r das &#246;ffentliche Informationsinteresse, sondern auch bei der Gewichtung der entgegenstehenden Pers&#246;nlichkeitsbelange Bedeutung erlangen kann. So wird bei einer sehr schwerwiegenden Tat zwar einerseits ein hohes &#246;ffentliches Informationsinteresse bestehen, andererseits aber die Gefahr einer Stigmatisierung des noch nicht rechtskr&#228;ftig verurteilten Betroffenen erh&#246;ht sein. Ein entsprechendes Verh&#228;ltnis wird aber regelm&#228;&#223;ig auch bei besonders leichten Taten anzunehmen sein, sofern sie nur &#252;berhaupt ein Berichterstattungsinteresse begr&#252;nden.&#8221;</p></blockquote>
<p>Die conclusio des 1. Senats:</p>
<blockquote><p>&#8220;Die von den Fachgerichten angenommene Regelvermutung des grunds&#228;tzlichen Vorrangs des allgemeinen Pers&#246;nlichkeitsrechts gegen&#252;ber der Meinungsfreiheit, sobald schutzbed&#252;rftige Interessen von jungen Erwachsenen beziehungsweise Jugendlichen in Rede stehen, ist aus verfassungsrechtlicher Sicht zu eng und undifferenziert. Sie &#252;bergeht das Erfordernis einer einzelfallbezogenen Auslegung und ber&#252;cksichtigt vorliegend das „&#214;ffentlichkeitsimage“ der Kl&#228;ger zu wenig.&#8221;</p></blockquote>
<p>Mit anderen Worten: Die Jungs sollen sich mal nicht so haben. Wer einerseits &#246;ffentlich bewu&#223;t auf &#8220;junger Wilder&#8221; macht, damit Geld verdient und gerne &#252;ber sich berichten l&#228;&#223;t, mu&#223; es sich dann auch gefallen lassen, wenn der Boulevard da mitmacht und zuweilen auch &#252;ber weniger Schmeichelhaftes, wie z.B. Fahrr&#228;der treten und Bl&#252;mchen ausrupfen berichtet. So weltbewegend sind dabei weder die Information noch die Belastung der Betroffenen.</p>
<p>Und so ist es. Man kann es mit dem &#8220;Welpenschutz&#8221; auch &#252;bertreiben.</p>
<p>Bedauerlich allein, dass es mal wieder erst des Bundesverfassungsgerichts als (von Staatsrechts wegen eigentlich so nicht gewollter) &#8220;Superrevisionsinstanz&#8221; bedurfte, um dem gesunden Menschenverstand das ihm zustehende Gewicht zu verschaffen&#8230;</p>
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		<title>BVerfG: Regelungen zur Speicherung und Herausgabe von Nutzerdaten, Passw&#246;rtern und PIN-Codes an staatliche Stellen teilweise verfassungswidrig</title>
		<link>http://blawg.legalit.de/2012/02/24/bverfg-regelungen-zur-speicherung-und-herausgabe-von-nutzerdaten-passwortern-und-pin-codes-an-staatliche-stellen-teilweise-verfassungswidrig/</link>
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		<pubDate>Fri, 24 Feb 2012 11:01:14 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Kielanwalt</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Telekommunikation]]></category>

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		<description><![CDATA[<p>Der 1. Senat des Bundesverfassungsgerichts hat in einem <a title="Bundesverfassungsgericht via legalit.de" href="https://www.bundesverfassungsgericht.de/entscheidungen/rs20120124_1bvr129905.html" target="_blank">heute ver&#246;ffentlichten Beschlu&#223;</a> (BVerfG, 24.12.2012, Az.: <a href="http://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=1 BvR 1299/05" target="dejure.org via legalit.de" title="1 BvR 1299/05 (2 zugeordnete Entscheidungen)">1 BvR 1299/05</a>) entschieden, dass die gesetzlichen Regelungen zur Speicherung und Herausgabe von Nutzerdaten an Ermittlungsbeh&#246;rden und andere staatliche Stellen teilweise verfassungswidrig sind, weil [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Der 1. Senat des Bundesverfassungsgerichts hat in einem <a title="Bundesverfassungsgericht via legalit.de" href="https://www.bundesverfassungsgericht.de/entscheidungen/rs20120124_1bvr129905.html" target="_blank">heute ver&#246;ffentlichten Beschlu&#223;</a> <em>(BVerfG, 24.12.2012, Az.: <a href="http://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=1 BvR 1299/05" target="dejure.org via legalit.de" title="1 BvR 1299/05 (2 zugeordnete Entscheidungen)">1 BvR 1299/05</a>)</em> entschieden, dass die gesetzlichen Regelungen zur Speicherung und Herausgabe von Nutzerdaten an Ermittlungsbeh&#246;rden und andere staatliche Stellen teilweise verfassungswidrig sind, weil sie das Grundrecht auf informationelle Selbstbestimmung verletzen:</p>
<p><span id="more-3265"></span></p>
<p>Dem Beschlu&#223; zugrunde liegt eine Verfassungsbeschwerde, die sich gegen die Regelungen der §§ <a href="http://dejure.org/gesetze/TKG/111.html" target="dejure.org via legalit.de" title="&sect; 111 TKG: Daten f&uuml;r Auskunftsersuchen der Sicherheitsbeh&ouml;rden">111</a> bis <a href="http://dejure.org/gesetze/TKG/113.html" target="dejure.org via legalit.de" title="&sect; 113 TKG: Manuelles Auskunftsverfahren">113</a> des Telekommunikationsgesetzes (TKG) richtet.</p>
<p>Die Beschwerdef&#252;hrer nutzen vorausbezahlte Mobilfunkkarten sowie Internetzugangsdienste und machen geltend, durch die Speicherung ihrer Daten und deren m&#246;gliche &#220;bermittlung im Rahmen der Auskunftsverfahren in ihren Grundrechten verletzt zu sein.</p>
<p><a href="http://dejure.org/gesetze/TKG/111.html" target="dejure.org via legalit.de" title="&sect; 111 TKG: Daten f&uuml;r Auskunftsersuchen der Sicherheitsbeh&ouml;rden">§ 111 TKG</a> verpflichtet gesch&#228;ftsm&#228;&#223;ige Anbieter von Telekommunikationsdiensten, die von ihnen vergebenen beziehungsweise bereitgestellten Telekommunikationsnummern (Rufnummern, Anschlusskennungen, Mobilfunkendger&#228;tenummern und Kennungen von elektronischen Postf&#228;chern) sowie die zugeh&#246;rigen pers&#246;nlichen Daten der Anschlussinhaber wie Namen, Anschriften und Geburtsdaten zu erheben und zu speichern.</p>
<p>Die §§ <a href="http://dejure.org/gesetze/TKG/112.html" target="dejure.org via legalit.de" title="&sect; 112 TKG: Automatisiertes Auskunftsverfahren">112</a>, <a href="http://dejure.org/gesetze/TKG/113.html" target="dejure.org via legalit.de" title="&sect; 113 TKG: Manuelles Auskunftsverfahren">113 TKG</a> schaffen die Grundlage f&#252;r zwei verschiedene Verfahren zur Erteilung von Ausk&#252;nften aus den nach <a href="http://dejure.org/gesetze/TKG/111.html" target="dejure.org via legalit.de" title="&sect; 111 TKG: Daten f&uuml;r Auskunftsersuchen der Sicherheitsbeh&ouml;rden">§ 111 TKG</a> gespeicherten Daten:</p>
<ul>
<li>In dem durch <a href="http://dejure.org/gesetze/TKG/112.html" target="dejure.org via legalit.de" title="&sect; 112 TKG: Automatisiertes Auskunftsverfahren">§ 112 TKG</a> geregelten <strong>automatisierten</strong> Verfahren m&#252;ssen die Anbieter von Telekommunikationsdiensten die Daten so bereit stellen, dass sie von der Bundesnetzagentur ohne Kenntnisnahme der Anbieter abgerufen werden k&#246;nnen. Die Bundesnetzagentur hat die Daten auf Ersuchen konkret bezeichneter Beh&#246;rden, darunter insbesondere der Strafverfolgungs- und Polizeivollzugsbeh&#246;rden, im automatisierten Verfahren abzurufen und diesen zu &#252;bermitteln. Die Ausk&#252;nfte d&#252;rfen immer erteilt werden, wenn sie zur Erf&#252;llung der gesetzlichen Aufgaben erforderlich sind.</li>
<li>Das in <a href="http://dejure.org/gesetze/TKG/113.html" target="dejure.org via legalit.de" title="&sect; 113 TKG: Manuelles Auskunftsverfahren">§ 113 Abs. 1 Satz 1 TKG</a> geregelte <strong>manuelle</strong>Verfahren verpflichtet dagegen die Telekommunikationsunternehmen selbst zur Auskunftserteilung. Auskunftsverpflichtet sind hier nicht nur die Anbieter, die Telekommunikationsdienste der &#214;ffentlichkeit offerieren (z. B. Telefongesellschaften oder Provider), sondern dar&#252;ber hinaus auch alle, die gesch&#228;ftsm&#228;&#223;ig Telekommunikationsdienste erbringen (z. B. auch Krankenh&#228;user oder gegebenenfalls Hotels). Auskunftsberechtigt sind nach dieser Norm grunds&#228;tzlich alle Beh&#246;rden. Voraussetzung ist, dass die Auskunft im Einzelfall f&#252;r die Verfolgung von Straftaten und Ordnungswidrigkeiten, die Gefahrenabwehr oder nachrichtendienstliche Aufgaben erforderlich ist.<a href="http://dejure.org/gesetze/TKG/113.html" target="dejure.org via legalit.de" title="&sect; 113 TKG: Manuelles Auskunftsverfahren">§ 113 Abs. 1 Satz 2 TKG</a> regelt daneben eine spezielle Auskunftspflicht hinsichtlich Zugangssicherungscodes wie Passworten oder Pers&#246;nlichen Identifikationsnummern (PIN). Auskunftsberechtigt sind insoweit die Strafverfolgungs- und Sicherheitsbeh&#246;rden sowie die Nachrichtendienste.</li>
</ul>
<p>In Auslegung des <a href="http://dejure.org/gesetze/TKG/113.html" target="dejure.org via legalit.de" title="&sect; 113 TKG: Manuelles Auskunftsverfahren">§ 113 TKG</a> entspricht es verbreiteter, aber umstrittener Praxis, dass auch Ausk&#252;nfte &#252;ber den Inhaber einer sogenannten dynamischen Internetprotokolladresse (dynamische IP-Adresse) erteilt werden. Hierbei handelt es sich um die Telekommunikationsnummern, mit denen vor allem Privatpersonen normalerweise im Internet surfen.</p>
<p>Der Abruf der Daten durch die auskunftsberechtigten Beh&#246;rden richtet sich nach deren eigenen Rechtsgrundlagen; in der Praxis wurden hierbei Rechtsgrundlagen, die die Beh&#246;rden allgemein zur Erhebung von Daten erm&#228;chtigen, als ausreichend angesehen.</p>
<p>Das Bundesverfassungsgericht hat zu diesen Normen im Einzelnen entschieden:</p>
<blockquote><p>Die Erhebung und Speicherung von Telekommunikationsdaten nach <a href="http://dejure.org/gesetze/TKG/111.html" target="dejure.org via legalit.de" title="&sect; 111 TKG: Daten f&uuml;r Auskunftsersuchen der Sicherheitsbeh&ouml;rden">§ 111 TKG</a> sowie ihre in <a href="http://dejure.org/gesetze/TKG/112.html" target="dejure.org via legalit.de" title="&sect; 112 TKG: Automatisiertes Auskunftsverfahren">§ 112 TKG</a> geregelte Verwendung im automatisierten Auskunftsverfahren sind verfassungsgem&#228;&#223;. Der hierdurch bewirkte Eingriff in das Recht auf informationelle Selbstbestimmung ist nur von begrenztem Gewicht und angesichts der erstrebten Verbesserung der staatlichen Aufgabenwahrnehmung gerechtfertigt. F&#252;r den Datenabruf reichen hierbei auch die allgemeinen Datenerhebungsvorschriften der abrufberechtigten Beh&#246;rden.</p></blockquote>
<blockquote><p>Keinen Erfolg hat die Verfassungsbeschwerde auch insoweit, als sie sich gegen die in <a href="http://dejure.org/gesetze/TKG/113.html" target="dejure.org via legalit.de" title="&sect; 113 TKG: Manuelles Auskunftsverfahren">§ 113 Abs. 1 Satz 1 TKG</a> enthaltene Regelung zur Erteilung allgemeiner Ausk&#252;nfte durch die Telekommunikationsdiensteanbieter im manuellen Auskunftsverfahren richtet. Die Vorschrift ist jedoch verfassungskonform so auszulegen, dass es f&#252;r den Datenabruf spezieller fachrechtlicher Erm&#228;chtigungsgrundlagen bedarf. Zudem berechtigt <a href="http://dejure.org/gesetze/TKG/113.html" target="dejure.org via legalit.de" title="&sect; 113 TKG: Manuelles Auskunftsverfahren">§ 113 Abs. 1 Satz 1 TKG</a> nicht zu einer Zuordnung von dynamischen IP-Adressen. F&#252;r eine &#220;bergangszeit, l&#228;ngstens bis zum 30. Juni 2013, darf die Vorschrift unabh&#228;ngig von diesen Ma&#223;gaben angewendet werden.</p></blockquote>
<blockquote><p>Dagegen ist <a href="http://dejure.org/gesetze/TKG/113.html" target="dejure.org via legalit.de" title="&sect; 113 TKG: Manuelles Auskunftsverfahren">§ 113 Abs. 1 Satz 2 TKG</a> mit dem Recht auf informationelle Selbstbestimmung nicht vereinbar. Die Vorschrift gilt jedoch &#252;bergangsweise, l&#228;ngstens bis zum 30. Juni 2013 mit der Ma&#223;gabe fort, dass die Sicherungscodes nur unter den Bedingungen erhoben werden d&#252;rfen, unter denen sie nach den jeweils ma&#223;geblichen Vorschriften (etwa denen des Strafprozessrechts) auch genutzt werden d&#252;rfen.</p></blockquote>
<p><em>[Quelle: <a title="BVerfG via legalit.de" href="https://www.bundesverfassungsgericht.de/pressemitteilungen/bvg12-013.html" target="_blank">Pressemitteilung des Gerichts vom 24.02.2012</a>]</em></p>
<p>Zum Ganzen auch: <a title="Piratenpartei via legalit.de" href="http://piratenpartei-sh.de/presse/pressemitteilungen/532-pirat-kippt-ausufernden-staatlichen-telekommunikationsdatenzugriff.html" target="_blank">Pressemitteilung der Piratenpartei Schleswig-Holstein vom 24.02.2012</a></p>
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		</item>
		<item>
		<title>Buch zum &#8220;Web 2.0 f&#252;r die &#246;ffentliche Verwaltung&#8221;: Weichert sieht keine seri&#246;se Auseinandersetzung mit dem Datenschutz</title>
		<link>http://blawg.legalit.de/2012/02/22/buch-zum-web-2-0-fur-die-offentliche-verwaltung-weichert-sieht-keine-seriose-auseinandersetzung-mit-dem-datenschutz/</link>
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		<pubDate>Wed, 22 Feb 2012 14:49:22 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Kielanwalt</dc:creator>
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		<description><![CDATA[<p>Da hat er aber &#228;u&#223;erst z&#252;gig gelesen, der schleswig-holsteinische Landesbeauftragte f&#252;r den Datenschutz:</p> <p>Erst vorgestern haben die Industrie- und Handelskammer (IHK) zu Kiel und das Lorenz-von-Stein-Institut der Christian-Albrechts-Universit&#228;t (CAU) zu Kiel das Buch „Transparenz, Partizipation, Kollaboration – Web 2.0 f&#252;r die &#246;ffentliche Verwaltung“  (Hrsg. S&#246;nke Ernst Schulz/Utz Schliesky) &#246;ffentlich vorgestellt.</p> <p>Und die Bewerbung des Werks [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Da hat er aber &#228;u&#223;erst z&#252;gig gelesen, der schleswig-holsteinische Landesbeauftragte f&#252;r den Datenschutz:</p>
<p>Erst vorgestern haben die Industrie- und Handelskammer (IHK) zu Kiel und das Lorenz-von-Stein-Institut der Christian-Albrechts-Universit&#228;t (CAU) zu Kiel das Buch <em>„Transparenz, Partizipation, Kollaboration – Web 2.0 f&#252;r die &#246;ffentliche Verwaltung“  (Hrsg. S&#246;nke Ernst Schulz/Utz Schliesky)</em> &#246;ffentlich vorgestellt.</p>
<p>Und die Bewerbung des Werks mit den Aussagen, es r&#228;ume die Bahn frei f&#252;r Web 2.0 in Schleswig-Holstein und widerlege die Auffassung des Unabh&#228;ngigen Landeszentrums f&#252;r Datenschutz (ULD), wonach der Betrieb so genannter Fanpages gegen deutsches Datenschutzrecht verst&#246;&#223;t, hat <em>Dr. Thilo Weichert</em> selbstverst&#228;ndlich nicht gefallen.</p>
<p><span id="more-3204"></span></p>
<p>Seine Sicht nach zwischenzeitlichem Schnellstudium des Buchs:</p>
<blockquote><p>„Wenn ein derartiges Werk mit einem derartigen Anspruch verfasst und ver&#246;ffentlicht wird, dann ist eine seri&#246;sere Auseinandersetzung mit dem Datenschutzrecht zu w&#252;nschen.</p>
<p>Nicht nur, dass der Inhalt des Buchs inhaltlich im Widerspruch steht zu dem, wie hierf&#252;r geworben wird.</p>
<p>Die vorgetragenen rechtlichen Argumente sind einfach zu widerlegen, ja widerlegen sich teilweise selbst.</p>
<p>Auf dieses Gutachten k&#246;nnen sich IHK und Staatskanzlei nicht ernsthaft st&#252;tzen.“</p></blockquote>
<p>N&#228;heres zur Kritik von <em>Thilo Weichert</em> findet sich in seiner <a title="datenschutzzentrum.de via legalit.de" href="https://www.datenschutzzentrum.de/facebook/20120222-web20-in-verwaltung.html" target="_blank">Besprechung des Buchkapitels zu Facebook-Fanpages</a>.</p>
<p>Fazit dort:</p>
<blockquote><p>Die Autoren erweisen ihren Auftraggebern einen B&#228;rendienst und tun dem Datenschutz unfreiwillig einen Gefallen, indem sie ihre eigenen rechtlichen Argumente ad absurdum f&#252;hren, so dass sich die Richtigkeit der Argumente der Datenschutzbeh&#246;rden aufdr&#228;ngt. Jedenfalls kann von einem „Widerlegen“ der Auffassung des ULD keine Rede sein.</p></blockquote>
<p>Nun ja. Der Vorwurf mit dem &#8220;B&#228;rendienst&#8221; stammt urspr&#252;nglich eigentlich genau aus der anderen Ecke.</p>
<p>Und den Schlu&#223;, aus der Tatsache, dass jemand Unsinn erz&#228;hlt, dr&#228;nge sich auf, dass deshalb die Gegenansicht richtig ist, halte ich nicht nur unter dem Aspekt mangelnder Logik f&#252;r angreifbar.</p>
<p>So ein bi&#223;chen mutet die ganze &#8211; argumentativ erkennbar mit hei&#223;er Nadel gestrickte und recht reflexhafte -  Replik wie etwas an, was die Briten wohl mit &#8220;<em>the pot calling the kettle black</em>&#8221; charakterisieren w&#252;rden&#8230;</p>
<p><em>[Quelle: Pressemitteilung des ULD vom 22.02.2012]</em></p>
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		<title>Richter beschlagnahmt Facebook-Account</title>
		<link>http://blawg.legalit.de/2012/02/21/richter-beschlagnahmt-facebook-account/</link>
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		<pubDate>Tue, 21 Feb 2012 09:30:39 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Kielanwalt</dc:creator>
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		<description><![CDATA[<p><a title="shz.de via legalit.de" href="http://www.shz.de/nachrichten/top-thema/article//ministerin-will-abmahn-wellen-eindaemmen.html" target="_blank">shz.de</a>, das Online-Portal des Schleswig-Holsteinischen Zeitungsverlags sowie die Printausgaben der sh.z-Zeitungen <a title="shz.de via legalit.de" href="http://www.shz.de/nachrichten/top-thema.html?tx_ttnews[tt_news]=2344977" target="_blank">berichten heute &#252;ber ein Strafverfahren</a> vor dem Amtsgericht Reutlingen. Das Strafverfahren als solches ist wenig spektakul&#228;r: Es geht um einen jungen Mann, der Beihilfe zu einem Einbruch geleistet haben soll.</p> <p>Zur Aufkl&#228;rung der Tat [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em><a title="shz.de via legalit.de" href="http://www.shz.de/nachrichten/top-thema/article//ministerin-will-abmahn-wellen-eindaemmen.html" target="_blank">shz.de</a></em>, das Online-Portal des <em>Schleswig-Holsteinischen Zeitungsverlags </em>sowie die Printausgaben der sh.z-Zeitungen <a title="shz.de via legalit.de" href="http://www.shz.de/nachrichten/top-thema.html?tx_ttnews[tt_news]=2344977" target="_blank">berichten heute &#252;ber ein Strafverfahren</a> vor dem Amtsgericht Reutlingen. Das Strafverfahren als solches ist wenig spektakul&#228;r: Es geht um einen jungen Mann, der Beihilfe zu einem Einbruch geleistet haben soll.</p>
<p>Zur Aufkl&#228;rung der Tat hat der zust&#228;ndige Strafrichter allerdings die Beschlagnahme des <em>&#8220;beim Anbieter Fa. Facebook GmbH, Hamburg, vorgehaltenen und gespeicherten&#8221;</em> Facebook-Benutzerkontos des Angeklagten <a title="Beschlagnahmeanordnung Facebook-Account AG Reutlingen" href="http://www.afs-rechtsanwaelte.de/urteile/FB.pdf" target="_blank">angeordnet</a>.</p>
<p>Und das hat es so bislang tats&#228;chlich noch nicht gegeben…</p>
<p><span id="more-3195"></span></p>
<p>F&#252;r den Beitrag hat die Redaktion auch mit mir gesprochen und meine &#196;u&#223;erungen zu dem Vorgang so zusammengefasst:</p>
<blockquote><p>Als aufsehenerregend, jedoch mit einem praktischen Problem verbunden, beschreibt der Kieler Fachanwalt f&#252;r IT-Recht Jan Strunk das Vorgehen: “Im Fall Facebook gibt es keinen Provider, der der deutschen Gerichtsbarkeit unterliegt. Deshalb ist kein direkter Zugriff auf die Daten m&#246;glich.”</p>
<p>Facebook selber ist jedoch ein amerikanisches Unternehmen. Damit ein deutscher Richter Einblick in einen Facebook-Account bekommt, m&#252;sste klar sein, dass zumindest die Mitarbeiter der europ&#228;ischen Niederlassung in Irland Zugriff auf die Daten h&#228;tten. Dar&#252;ber gebe Facebook jedoch keine Ausk&#252;nfte, so der Experte.</p></blockquote>
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		</item>
		<item>
		<title>Studie zur Nutzung sozialer Medien ver&#246;ffentlicht: „Transparenz, Partizipation, Kollaboration – Web. 2.0 f&#252;r die &#246;ffentliche Verwaltung“</title>
		<link>http://blawg.legalit.de/2012/02/20/studie-zur-nutzung-sozialer-medien-veroffentlicht-transparenz-partizipation-kollaboration-web-2-0-fur-die-offentliche-verwaltung/</link>
		<comments>http://blawg.legalit.de/2012/02/20/studie-zur-nutzung-sozialer-medien-veroffentlicht-transparenz-partizipation-kollaboration-web-2-0-fur-die-offentliche-verwaltung/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 20 Feb 2012 13:21:14 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Kielanwalt</dc:creator>
				<category><![CDATA[Arbeit+IKT]]></category>
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		<category><![CDATA[Web 2.0]]></category>

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		<description><![CDATA[<p>&#220;ber Nutzen und Kosten von sozialen Netzwerken l&#228;sst sich seit ihrer Entstehung trefflich streiten. Interaktive Plattformen wie Facebook, Twitter und Co. bieten immer neue Kommunikationsm&#246;glichkeiten, die aus dem Alltag vieler kaum wegzudenken sind. Trotzdem gilt es Regeln zu beachten, die f&#252;r einzelne Medien zuweilen schwer durchschaubar sind.</p> <p>Abhilfe schaffen will die neue Publikation des Lorenz-von-Stein-Instituts [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>&#220;ber Nutzen und Kosten von sozialen Netzwerken l&#228;sst sich seit ihrer Entstehung trefflich streiten. Interaktive Plattformen wie Facebook, Twitter und Co. bieten immer neue Kommunikationsm&#246;glichkeiten, die aus dem Alltag vieler kaum wegzudenken sind. Trotzdem gilt es Regeln zu beachten, die f&#252;r einzelne Medien zuweilen schwer durchschaubar sind.</p>
<p>Abhilfe schaffen will die neue Publikation des Lorenz-von-Stein-Instituts f&#252;r Verwaltungswissenschaften, die heute erschienen ist. Die Christian-Albrechts-Universit&#228;t zu Kiel (CAU) und die IHK zu Kiel stellten das Buch mit seinen Forschungsergebnissen in einer gemeinsamen Pressekonferenz den Medien vor. Die CAU und die IHK verbindet ein Kooperationsvertrag.</p>
<p><span id="more-3193"></span><br />
Unter dem Titel „Transparenz, Partizipation, Kollaboration – Web. 2.0 f&#252;r die &#246;ffentliche Verwaltung“ kommen die Autoren unter anderem zu dem Fazit, dass die Nutzung sozialer Medien durch Verwaltung und Unternehmen rechtlich zul&#228;ssig und empfehlenswert ist.</p>
<p>„Damit widerlegen wir die Auffassung des Unabh&#228;ngigen Landeszentrums f&#252;r Datenschutz, wonach der Betrieb so genannter Fanpages gegen deutsches Datenschutzrecht verst&#246;&#223;t“, erkl&#228;rt der Rechts- und Verwaltungswissenschaftler Dr. S&#246;nke E. Schulz, der das Buch gemeinsam mit Professor Utz Schliesky vom Lorenz-von-Stein-Institut herausgegeben hat.</p>
<p>Schulz: „Selbstverst&#228;ndlich trifft die &#246;ffentliche Verwaltung eine besondere Verantwortung bei der Nutzung privater Dienste im Internet. Dies bedingt jedoch keinen vollst&#228;ndigen Verzicht. Vielmehr muss das konkrete Verhalten ‚im Netz’ am bestehenden Rechtsrahmen ausgerichtet werden. Daher geben wir auch praxisnahe Handlungsempfehlungen f&#252;r den Web 2.0-Einsatz in der &#246;ffentlichen Verwaltung, die gut verst&#228;ndlich und leicht umsetzbar sind.“</p>
<p>Die Empfehlungen k&#246;nnen zum Beispiel daf&#252;r genutzt werden, individuelle, auf einzelne Einrichtungen abgestimmte Richtlinien zu entwickeln, wonach der Umgang mit sozialen Netzwerken f&#252;r Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter klar geregelt werden kann. „Dabei geht es zum Beispiel um dienst- und arbeitsrechtliche Grunds&#228;tze wie die Wahrung von Betriebsgeheimnissen oder die Nutzung von privaten Accounts“, so Schulz weiter.</p>
<p>Damit richtet die Publikation den Blick in die Zukunft und gibt L&#246;sungen an die Hand, wie &#246;ffentliche Verwaltungen von den Vorteilen des Web 2.0 profitieren k&#246;nnen.</p>
<p>„Eine moderne Verwaltungslandschaft ist auch f&#252;r die Wirtschaft im Lande ein Standortfaktor. Gleichzeitig setzt das Buch ein wichtiges Signal f&#252;r die Unternehmen in Schleswig-Holstein: Es geht eben doch“, sagt Tina M&#246;ller, Rechtsreferentin der IHK Kiel.</p>
<p><em>[Quelle: <a title="Uni Kiel via legalit.de" href="http://www.uni-kiel.de/aktuell/pm/2012/2012-047-web20-buch.shtml" target="_blank">Pressemitteilung der CAU Kiel vom 20.02.2012</a>]</em></p>
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